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Rettungsmesser – in Notsituationen gut ausgestattet!

Im Alltag kann es immer wieder zu Gefahrensituationen kommen, die einer schnelle Lösung bedürfen. Dann macht es in vielen Fällen Sinn, ein sogenanntes Rettungsmesser dabei zu haben. Dieses kann dank seiner besonderen Eigenschaften und Beschaffenheit helfen, Gurte zu zerschneiden, Fensterscheiben einzuschlagen oder anderweitige helfende Maßnahme einzuleiten.

 

Die besondere Beschaffenheit ist das Funktionsgeheimnis

Vielleicht fragen Sie sich, was diese sogenannten Rettungsmesser so besonders macht. Die Antwort darauf ist gar nicht so einfach, doch sie lässt sich mit einigen Fakten belegen. Wichtig ist, dass dieses Nothilfeutensil eine gute Klinge hat. Diese sollte in jedem Fall kurz und kräftig sein. Das Besondere ist jedoch, dass die meisten Rettungsmesser keine richtige Spitze aufweisen. Bei Rettungsmessern gibt es oft etwas abgerundete Spitzen, damit sich der Helfer selbst bei den Rettungsarbeiten nicht so schnell verletzen kann. Handelsübliche Modelle, die wie ein Taschenmesser gearbeitet sind, haben meist eine Klinge mit einer Länge zwischen 8 und 12 Zentimeter. Diese ist für sämtliche Einsatzszenarien komplett ausreichend.

Noch dazu gewährleistet eine Klingenlänge von knapp 10 Zentimeter eine kompakte Länge des gesamten Rettungsmessers von knapp 12 Zentimeter. Diese Größe können Sie bequem verstauen und damit immer dabeihaben. Auch wenn die Klinge über keine Spitze verfügt, ist sie natürlich dennoch in der Lage, mühelos Sicherheitsgurte, Kleidungsstücke oder auch Kabel sicher und rasch zu durchschneiden.

 

Merkmale eines Rettungsmessers

Glasbrecher / Notfallhammer

Neben der normalen Schneidefunktion haben viele Rettungsmesser noch einen Notfallhammer bzw. einen Schlagdorn integriert. Dieser ist meist am unteren Griffende angebracht und stellt mit dem Hauptmerkmal eines Rettungsmessers dar. Diesen können Sie zum Beispiel gut gebrauchen, wenn Sie eine Fensterscheibe eines Autos einschlagen müssen, um eine Person im Wageninneren zu retten.

Gurtschneider

Viele Modelle verfügen auch noch über einen extra Gurtschneider, der – wie der Name schon sagt – dazu dient, Sicherheitsgurte in Kraftfahrzeugen zu durchtrennen. Sie können dies natürlich auch mit der Klinge selbst machen, doch der Gurtschneider arbeitet um einiges schneller und sicherer. Im Übrigen ist genau dieses Feature dasjenige, das Rettungsmesser charakterisiert.

Klinge mit Wellenschliff

Weitere Zusatzfunktionen, die bei unterschiedlichen Herstellern zu finden sind, sind etwa eine Säge, die sich am Messerrücken oder an der Klinge selbst befindet. So lassen sich mit dem Rettungsmesser auch unterschiedliche Gegenstände leichter durchtrennen.

Gurtelclip oder Holster

Typisch für viele Rettungsmesser ist auch der Gürtelclip, mit welchem sich das Messer einfach an einem Gürtel oder anderen Gegenständen befestigen lässt. Damit hat man das Rettungsmesser immer griffbereit! Einige Hersteller bieten auch angepasste Holster an, durch welche sich das Messer noch komfortabler und sicherer an einem Gürtel befestigen lässt.

 

Einsatzgebiete im Überblick

Rettungsmesser Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen

Viele Einsatzorganisationen sind grundsätzlich mit einem Rettungsmesser ausgestattet. Dazu gehören zum Beispiel Polizei, Feuerwehr und die Bundeswehr. Ein Rettungsmesser Feuerwehr kann zum Beispiel bei einem Autounfall sehr hilfreich sein. Hier kann es zum Beispiel zum Durchtrennen des Gurtes oder zum schneller Einschlagen der Scheibe benutzt werden. Aber auch in anderen Situationen wie im Innenangriff kann ein solches Messer natürlich sehr hilfreich sein.

Aber auch der Einsatz bei zum Beispiel Rettungssanitätern kann durchaus Sinn machen, da auch sie zum Beispiel oft als erster an einer Unfallstelle ankommen können. Durch seine kompakte Bauart und dem oft intergriertem Gürtelclip oder einem entsprechendem Holster, ist ein Rettungsmesser ein sehr flexibler Begleiter, der kaum „aufträgt“.

Rettungsmesser Feuerwehr

 

Privater Bereich

Professionelle Rettungsmesser sind im weitesten Sinn aber auch Ranger Werkzeuge, die Sie beim Raften oder im Auto dabeihaben sollten. Viele dieser Messer sind nämlich dazu gemacht, die schnelle Bergung von Unfallopfern zu gewährleisten. Im Auto kann ein solches Rettungsmesser auch der Selbstrettung dienen, wenn Sie zum Beispiel Ihren Gurt öffnen müssen oder durch ein Fenster entkommen müssen, da die Tür durch den Aufprall nicht mehr zu öffnen ist.

Wenn Sie gerne in den Bergen wandern oder klettern, ist der Kauf eines Rettungsmesser allerdings ebenso sinnvoll wie bei der Vorliebe für Trekkingtouren. Auch hier ist das Messer vielseitig einsetzbar und mit dem Gurtschneider können auch dünnere Seile durchtrennt werden.

 

Der Griff ist für den perfekten Einsatz entscheidend

Damit Sie beim Einsatz Ihres Rettungsmessers auch tatsächlich rasch und effizient handeln können, kommt dem Griff eine wesentliche Rolle zu. Dieser ist meist aus Kunststoff unterschiedlichster Art und sollte natürlich rutschfest und gut zu greifen sein. Wenn Sie überlegen, sich ein solches Messer zu kaufen, achten Sie darauf, dass Sie den Messergriff auch mit Handschuhen gut betätigen können und ein gutes Griffgefühl haben. Denn oftmals macht es Sinn, bei Rettungseinsätzen Handschuhe zu tragen, entweder, weil die Temperaturen draußen dies notwendig machen, oder aber um die eigene Verletzungsgefahr zu minimieren.

Manche Hersteller verwenden selbsttragende Griffe aus Kunststoff, andere wiederum versehen sie mit zusätzlichen Metallplatinen. Hochwertige Rettungsmesser verfügen manchmal sogar über einen Griff aus vollem Aluminium. Zusätzlich zur Wahl des Materials kommt es auch auf die Griffform an. Ist diese symmetrisch, kann es bei schlechten Sichtbedingungen schwierig werden, die genaue Position der Klingenscheide zu finden. Weist die Oberfläche allerdings kräftige Noppen oder sonstige griffig ausgeführte Konturierungen auf, rutschen Sie nicht so leicht mit nassen Händen oder Handschuhen ab. Ein wesentlicher Faktor ist auch die Farbgestaltung. Griffe in Signalfarben sind gut sichtbar, wobei hier wichtig ist, dass das Material in jedem Fall schmutzunempfindlich sein sollte. Einige Rettungsmesser „leuchten“ auch im Dunkeln und somit auch bei schwierigen Bedingungen einfach zu finden.

 

 

Auf den Schliff kommt es an

Viele Rettungsmesser haben eine Klinge mit Wellenschliff oder mit gezackter Klinge. Dies hat zwei Vorteile, denn gezahnte Klingen bleiben länger scharf und trennen vor allem Stoff und anderes gewebtes Material sehr gut. Sie finden bei einigen Herstellern allerdings auch Modelle mit sogenanntem Flachschiff, bei denen der Klingenquerschnitt keilförmig über die gesamte Klingenbreite verläuft. Andere Ausführungen wiederum sind so gestaltet, dass die Messer ausschließlich im oberen Klingenbereich mit einem sogenannten Spiegel in der individuellen Stärke des Klingenrückens versehen sind. Erst im unteren Bereich der Klinge wird diese schmäler. Beliebt sind allerdings auch Messer, die einen einseitigen Anschliff haben oder aber einen Hohlschliff aufweisen. Beim Material der Klinge sollten Sie keine Kompromisse eingehen und ausschließlich auf rostfreien Edelstahl setzen. Immerhin besteht die Gefahr, dass Ihr Messer schnell einmal nass und damit rostanfällig wird.

 

Rettungsmesser und das Waffengesetz

Bitte beachten: Zunächst möchten wir an dieser Stelle festhalten, das wir hier keine rechtssicheren Aussagen treffen können und somit sind alle Angaben ohne Gewähr! Die Rechtslage kann sich außerdem jederzeit ändern und somit sind letztendlich Sie für die Einhaltung aller Gesetze veantwortlich!

So sinnvoll das Mitführen von Rettungsmessern ist, so sehr sollten Sie dabei das Waffengesetz im Auge behalten. Grundsätzlich gilt ja, dass Messer, die eine feststehende Klinge mit mehr als 12 Zentimeter Länge haben, nicht mitgeführt werden dürfen. Gleiches gilt für Klappmesser, die Sie mit einer Hand feststellen können oder Spring- bzw. Fallmesser.

Allerdings definiert ein Bescheid des BKA aus dem Jahre 2003 die Rettungsmesser als Werkzeuge, wenn sie einige individuelle Merkmale aufweisen. Diese sind unter anderem, dass das Messer einen geraden und durchgehenden Rücken haben muss und sich zur Schneide hin verjüngt. Die Spitze muss abgerundet und stumpf sein, dahinter muss das Messer eine hakenförmige hakenförmige Schneide haben. Zudem muss Ihr Messer eine gebogene Schneide hat und diese nicht länger als 60 Prozent der Klinge ausmacht. Somit muss man die entsprechenden Kritierien genau für jedes Messer anwenden!

Wenn die Kriterien aber erfüllt sind, dann gilt ein Rettungsmesser nicht mehr als Messer , sondern als Werkzeug. Damit entfällt das Führverbot.

 

Fazit

Ein Rettungsmesser leistet in vielen Gefahrensituationen Hilfe, weshalb nicht nur Einsatzorganisationen damit ausgestattet sind, sondern auch das private Mitführen Sinn macht. Die Bandbreite an unterschiedlichen Modellen ist groß, wobei es einige grundlegende Eigenschaften unbedingt braucht. Diese sind unter anderem die teilweise gezackte Klinge, ein Gurtschneider und Schlagdorn. Weitere Features sind davon abhängig, welche Einsatzgebiete Sie bevorzugen. Damit Sie es gut und sicher immer dabeihaben können, sollten die Modelle gewichtsmäßig leicht sein und durch eine Gestaltung in Signalfarben auffallen. Klar ist, dass die Aufbewahrung in einem passenden Holster die Mitnahme sicher gewährleistet.